Zürcher Tanzfestival 2019

19 September bis 5 Oktober 2019

Ohne irgendwelchen Traditionen verpflichtet zu sein, bietet das YEAH YEAH YEAH den unterschiedlichsten Entwicklungen, Auswüchsen und Manifestationen des schweizerischen und internationalen Tanzschaffens ein Schaufenster.

Die diesjährige Ausgabe feiert den Crossover quer durch Genera­tionen, Stilrichtungen und Theaterinstitutionen. Mitreissend, ungefiltert, beglückend und abgründig. Mit Arbeiten von Ásrún Magnúsdóttir (ISL), Naïf Production (FR), Katerina Andreou (FR), HODWORKS (HU) und ZOO / Thomas Hauert (BE / CH).

Unter dem Motto «Gemeinsam tanzt es sich schöner» freuen wir uns, in diesem Jahr auch das Tanzhaus Zürich mit an Bord des YEAH YEAH YEAH begrüssen zu dürfen! Mit einer Arbeit von Kiriakos Hadjiioannou (CH / GR).

Auf geht’s!

Euer Festivalteam
Silvie von Kaenel, Michael Rüegg, Michel Schröder, Hélène Hüsler, Sandra Schudel

LISTENING PARTY

Ásrún Magnúsdóttir (ISL)

Do 19 und Fr 20 SEPTEMBER, jeweils um 19 Uhr, Fabriktheater

«Listening Party» ist eine grosse Party auf der Bühne. Die Gastgeber*innen sind eine Gruppe Jugendlicher zwischen 13 und 17 Jahren, die uns ihre Lieblingsmusik vorspielen. Manchmal werden sie mitsingen oder mittanzen, weinen oder einfach nur abhängen und zuhören, um das Teenager­sein zu feiern. Die Bühne gehört ihnen, die Worte sind ihre eigenen, die Entscheidungsmacht liegt bei ihnen – es ist ihre Party!

Deshalb haben wir dieses Stück ausgewählt:
«Listening Party» haben wir am Ice Hot Nordic Dance Festival in Reykjavík entdeckt. Begeistert hat uns die ungefilterte jugendliche Bewegungslust, die sich unmittelbar und mitreissend aufs Publikum überträgt und ein zutiefst berührendes und beglückendes Lebensgefühl erzeugt – und einen Brückenschlag über Generations­grenzen hinweg. Die Version fürs YEAH YEAH YEAH wird von der Choreografin Ásrún Magnúsdóttir mit lokalen Zürcher Jugendlichen erarbeitet.

Credits

Choreografie Ásrún Magnúsdóttir Dramaturgische Beratung und Produktion Alexander Roberts Lichtdesign und Assistenz Alma Mjöll Ólafsdóttir 

Dauer ca. 60 Min.



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DES GESTES BLANCS

Naïf Production (FR)

DOPPELABEND MIT BSTRD
1 Ticket für beide Stücke
Mi 25 und Do 26 SEPTEMBER
Um 19 Uhr «Des gestes blancs» im Fabriktheater und
um 20.30 Uhr «BSTRD» in der Aktionshalle.

Ein Duo aus einem Vater und seinem Sohn wagt eine physische Annäherung an die Konzepte von Vaterschaft und kindlicher Bindung. Gemeinsam erforschen sie die Figur eines Vaters und die eines Kindes. «Des gestes blancs» zeigt ein Paar, das durch das Ungleichgewicht seiner Kräfte versucht, Präzision zu finden. Ein Tanz, bei dem das Bild des einen nur ein Abbild des anderen ist, verzerrt in Zeit und Raum.

Deshalb haben wir dieses Stück ausgewählt:
Auf «Des gestes blancs» sind wir am Spring Forward Festival in Paris gestossen. Dieses hinreissende Duett über Vertrauen und das Ausloten von Grenzen verschaffte sich wie nebenbei einen direkten Zugriff zu unseren Herzen: Wünschten wir uns nicht alle, auf diese Weise zusammen mit unseren Kindern durchs Leben zu gehen?

Auch für Kinder ab 7 Jahren geeignet

Publikumsgespräch im Anschluss an den Doppelabend vom Mittwoch, 25. September.

Credits

Mit Charlie Bouillet, Sylvain Bouillet Auf Initiative von Sylvain Bouillet Dramaturgie Lucien Reynès Künstlerische Beratung Sara Vanderieck Interpretation Charlie Bouillet und Sylvain Bouillet Lichtplanung Pauline Guyonnet Elektro­Live­ und Sound­-Atmosphäre Christophe Ruetschires Koproduktion Les Hivernales CDCN d’Avignon, Le Cratère scène nationale d’Alès, CCN Malandain Ballet Biarritz, Le Pacifique CDCN de Grenoble dans le cadre de (re)connaissance 2016. Unterstützt durch KLAP Maison pour la danse de Marseille, Agora Cité internationale de la danse de Montpellier. DRAC PACA, Ville d’Avignon

Dauer pro Stück 50 Min.

Hammer Kombiangebot!

BSTRD

BARK / Katerina Andreou (FR)

DOPPELABEND MIT DES GESTES BLANCS
1 Ticket für beide Stücke
Mi 25 und Do 26 SEPTEMBER
Um 19 Uhr «Des gestes blancs» im Fabriktheater und
um 20.30 Uhr «BSTRD» in der Aktionshalle.

In ihrem Solo «BSTRD» erforscht Katerina Andreou die Möglichkeit, den freien Willen zu inszenieren. Dabei konzentriert sie sich nicht auf den Ursprung ihrer Bewegungen, sondern beobachtet die komplexe Natur des Moments, in dem ihr Tanz geschieht. Was, wenn das, was wirklich zählt, nicht am Ursprung der Dinge liegt, sondern mehr an ihrer endgültigen Funktion oder Wirkung? Oder anders gefragt: Wie kann man ohne Zugehörigkeit existieren?

Deshalb haben wir dieses Stück ausgewählt:
Am diesjährigen Spring Forward Festival in Paris hat uns «BSTRD» kalt erwischt. Laut, schnell und zugleich minimalistisch und knochentrocken, zerlegt dieses Solo jegliche distanzierte Draufsicht. Katerina Andreous Energie strömt mitreissend in die hinterste Zuschauerreihe, bis alle Zehen wackeln.

Publikumsgespräch im Anschluss an den Doppelabend vom Mittwoch, 25. September.

Credits

Choreografie und Performance Katerina Andreou Sounddesign Katerina Andreou in Zusammenarbeit mit Eric Yvelin Lichtdesign Yannick Fouassier Œil extérieur Myrto Katsiki, Lynda Rahal Tontechnik Tal Agam / Eric Yvelin Produktion Mi-Maï / Bark Produktion, Booking Elodie Perrin Koproduktion Onassis Stegi, Atelier de Paris / CDCN, Centre Chorégraphique National d’Orléans, Centre Chorégraphique National de Caen en Normandie, La place de la danse CDC de Toulouse, Ballet de Marseille Partner Ménagerie de verre Studiolab, Kunstencentrum BUDA, Réservoir Danse Rennes, ImpulsTanz Festival (residency Jardin D’Europe Award) / CN D Pantin (résidence augmentée) / La CABINE (PAD), Reservoir Danse Rennes, MonitorFest Heraclion. Unterstützt durch ARCADI und DRAC Ile de France

Dauer pro Stück 50 Min.



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Hammer Kombiangebot!

EROTIKON / HIGHER STATES, PART 3

Kiriakos Hadjiioannou (CH/GR)

Fr 27 und Sa 28 SEPTEMBER, jeweils um 20 Uhr, Tanzhaus

Der dritte Teil der choreografischen Serie «Higher States» von Kiriakos Hadjiioannou ist eine multisensorische Ode an Eros – oder was von ihm noch erkennbar ist. Darin erprobt der griechische Choreograf ein Vokabular der Erotik zwischen queerer Theorie, poetischer Sprache und nach Freiheit strebenden Körpern. Das Begehren wird in seiner historischen Dimension erfahrbar und gibt unerforschten Aspekten zwischenmenschlicher Beziehungen eine tanzbare Form.

Deshalb haben wir dieses Stück ausgewählt:
Schwierige Zeiten, um sich zu verlieben. In «EROTIKON» geht Kiriakos Hadjiioannou der Frage nach, warum die Liebe heutzutage so kompliziert geworden ist. Dabei erfindet er eigene performative Sprachen und zeigt, wie Körper über sich selbst hinauswachsen können: eine hohe Kunst.

Credits

Leitung, Choreografie Kiriakos Hadjiioannou Konzept Kiriakos Hadjiioannou, in Zusammenarbeit mit Margarita Tsomou Erarbeitet und performt von Meimouna Coffi, Kiriakos Hadjiioannou, Mickey Mahar, Nancy Stamatopoulou Dramaturgie und Text Anastasios Koukoutas, Margarita Tsomou Musik und Sound­Komposition Maria Sideri, in Zusammenarbeit mit Orestes Benekas Szenografie Urs August Steiner Lichtdesign Nyssos Vasilopoulos Kostüme Christina Lardikou Œil extérieur Myrto Grapsa, Bernhard Siebert Stimmtraining Yiannis Vryzakis Feldenkrais­-Lehrerin Marilena Petridou Fotos Kostis Fokas, Elina Giounanli Produktionsassistentin Katerina Drakopoulou Produktionsleitung Myrto Boudouris, Stelios Georgalis Produziert von Onassis Stegi Kopro­duktion Tanzhaus Zürich www.kiriakoshadjiioannou.com

Dauer ca. 70 Min.



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MIRAGE

HODWORKS (HU)

Mo 30 SEPTEMBER und Di 1 OKTOBER, jeweils um 20 Uhr, Aktionshalle Rote Fabrik

«Mirage» ist die verkörperte Kontroverse zwischen selbst­definierten und extern auferlegten kulturellen und politischen Realitäten. Es geht um die Vernichtung und den Verfall des zeitgenössischen Tanzes, den Verlust des Glaubens und das Ende der Bewegung. In diesem an ein morbides Begräbnisritual erinnernden Schaulaufen extrahieren die Performer*innen Endsituationen aus sich heraus – und erzeugen ein Kraftfeld, in welchem die negative Kritik an der «abscheulichen» zeitgenössischen Kunst zu einem Fanal für dieselbe mutiert.

Deshalb haben wir dieses Stück ausgewählt:
«Mirage» ist bereits die dritte Arbeit von Hodworks, die am YEAH YEAH YEAH gezeigt wird. Hodworks, um die Choreografin Adrienn Hód, ist gelebte, ungarische künstlerische Opposition. Radikal, begeisternd, provokant und zum Schreien komisch. Es ist ein rares Glück, Kompromisslosigkeit, Schamlosigkeit und irrwitzig abgründigen Humor, gepaart mit derart fantastischen Tänzer*innen, erleben zu dürfen! Ein absolutes Muss für alle, die an die kathartische Kraft von entfesselter Kunst glauben und sich ihr aussetzen wollen.

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung vom Montag, 30. September.

Credits

Performer und Mitgestalter Emese Cuhorka, Jenna Jalonen, Máté Horváth, Csaba Molnár, Jessica Simet, Zoltán Vakulya Musik Béla Bartók und Ábris Gryllus Licht Miklós Mervel Kostüm und Requisiten Csenge Vass Dramatur­gie Ármin Szabó-Székely Choreografie Adrienn Hód nternationale Koordination György Ujvári-Pintér Besonderen Dank an Júlia Szlávik, Marcio Kerber Canabarro, Tamara Zsófia Vadas, Gregor Runge, Imre Vass Unterstützt durch EMMI, NKA, OFF Foundation, SÍN Kulturzentrum In Zusammenarbeit mit Workshop Foundation

Dauer ca. 90 Min.



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INAUDIBLE

ZOO / Thomas Hauert (BE / CH)

Fr 4 und Sa 5 OKTOBER, jeweils um 20 Uhr, Aktionshalle Rote Fabrik

«inaudible» tastet Gemeinsamkeiten von Musik und Tanz ab und beginnt dabei beim Begriff der Interpretation. Die sechs Tänzer*innen begegnen in strukturierten Improvisationen bereits existierenden Musikstücken, die eng mit der Bewegungssprache verknüpft werden. Choreograf Thomas Hauert dreht das Prinzip des Mickeymousing um und lässt die Bewegungen der Musik folgen. Das Resultat ist eine dichte, detaillierte Choreografie, eine faszinierende Serie von Bewegungen, die die musikalische Erfahrung fassbar macht.

Deshalb haben wir dieses Stück ausgewählt:
Der in Belgien ansässige Schweizer Choreograf und Tänzer Thomas Hauert gehört längst zu den internationalen Grössen seines Metiers. Seine Arbeit «inaudible» ist ein fulminantes Feuerwerk der Bewegungen. Zärtlich, unberechenbar und voll überbordendem, feinstofflichem Humor.

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung vom Freitag, 4. Oktober.

Credits

Konzept und Leitung Thomas Hauert Choreo­grafie und Performance Thomas Hauert, Fabián Barba, Albert Quesada, Gabriel Schenker, Mat Voorter, Liz Kinoshita Musik Georg Gerswhin, Mauro Lanza Informatische musikalische Zusammenarbeit (Ircam) Martin Antiphon Lichtdesign Bert Van Dijck Unterstützung Arthur De Vuyst Kostüme Chevalier-Masson Sound Bart Celis ZOO / Thomas Hauert Produktion Koproduktion Kunstenfestivaldesarts Brüssel, Charleroi Danses, PACT Zollverein Essen (DE), La Bâtie – Geneva Festival (CH), Centre Chorégraphique National de Rillieux-la-Pape (FR), Théâtre Sévelin 36, Lausanne (CH), Ircam – Centre Pompidou Paris (FR), CDC Atelier de Paris (FR) Unterstützt durch Wallonie-Brüsseler Verband – Sektion Tanz, Pro Helvetia – Schweizerische Kunststiftung, Vlaamse Gemeenschapscommissie, Ein Kultur- engagement des Lotterie-Fonds des Kantons Solothurn, Wallonie-Bruxelles International 

Dauer ca. 70 Min.



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Tickets

RESERVATION
+41 / 44 485 58 28 und
fabriktheater@rotefabrik.ch

VORVERKAUF
www.starticket.ch

ABENDKASSE UND BAR
öffnen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn.

FESTIVALPASS FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN
CHF 120.–
Legi CHF 80.–
Kulturlegi CHF 60.–
Festivalpass auf Starticket

EINTRITTSPREISE
CHF 30.– / 20.– / 15.– (Kulturlegi)
Solipreis 100.–

FREIER EINTRITT
Menschen mit Aufenthaltsbewilligung N oder F haben freien Eintritt für alle Veranstaltungen.


KOMBIANGEBOT
Mi 25. und Do 26. September: beide Stücke für CHF 40.– statt CHF 60.–
(Legi CHF 30.–, Kulturlegi CHF 20.–)

Kontakt

Fabriktheater Rote Fabrik
Seestrasse 395
CH-8038 Zürich
+41 / 44 485 58 28
www.rotefabrik.ch
www.fabriktheater.ch
fabriktheater@rotefabrik.ch

Anfahrt
Tram 7 bis Post Wollishofen
Bus 161 oder 165 bis Rote Fabrik
Schiff bis Zürich-Wollishofen

Sämtliche Veranstaltungsräume in der Roten Fabrik sind rollstuhlgängig.

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